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Informationen der Landeserdbebendienste über die aktuelle Serie von Erdbeben in der Region Welterod (RLP) und Dickschied (Hessen)

Messungen

Der Erdbebendienst Südwest und der Hessische Erdbebendienst haben seit dem 13.01.2018 insgesamt mehr als 100 Erdbeben im Bereich Welterod-Dickschied lokalisiert, deren Epizentren räumlich konzentriert auf der Landesgrenze zwischen den beiden Gemeinden liegen. Die Erdbebenherde befinden sich schwerpunktmäßig in einer Tiefe von ca. 17 km unter der Erdoberfläche. Die Stärken erreichten bisher maximal 2,6 auf der Richterskala. Bedingt durch die Herdtiefe von über 10 km sind die Erdbeben bisher nicht verspürt worden.

Schäden

Nach seismologischer Erfahrung ist nicht von Gebäudeschäden auszugehen.

Ursachen

Die Ursache für die aktuellen Erdbeben in der Region sind Spannungen im Gestein. Diese führen zu ruckartigen Verschiebungen an geologischen Verwerfungen bzw. Schwächezonen im Untergrund. Erdbebenserien, im Sinne von vielen räumlich konzentriert auftretenden Beben in relativ kurzer Folge, sind nicht ungewöhnlich.

Weiterer Verlauf

Der weitere Verlauf der Bebenserie in der Region lässt sich - wie Erdbeben generell - nicht vorhersagen. In den meisten Fällen klangen Erdbebenserien im Land nach einigen Wochen oder Monaten wieder ab, ohne dass es zu größeren Schäden kam. In selteneren Fällen nahmen die Beben in der Stärke zu, so dass es auch nicht ausgeschlossen ist, dass im Verlauf der Erdbeben-Serie ein stärkeres Erdbeben eintritt. Eine hohe Anzahl von kleinen Beben kann ein großes Erdbeben nicht verhindern oder weniger wahrscheinlich werden lassen.

Erdbeben in Rheinland-Pfalz und Hessen

Sehr schwache, in der Regel nicht wahrnehmbare Erdbeben werden in beiden Bundesländern fast täglich gemessen. Deutlich spürbare Beben treten gewöhnlich mehrmals im Jahr auf. Statistisch gesehen ist einmal in zehn Jahren mit einem mittelstarken Beben zu rechnen.