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Radonprognose-Karte von Rheinland-Pfalz

Das radioaktive Edelgas Radon entsteht als ein Folgeprodukt beim Zerfall des in der Erde natürlich vorkommenden Urans. Über Klüfte und den Porenraum im Gestein sowie im Boden kann das gasförmige Radon dann mit der Bodenluft auch in Gebäude gelangen.

Radioaktive Stoffe wie Radon und seine Zerfallsprodukte senden ionisierende Strahlen aus, die die Zellen eines lebenden Organismus schädigen können. Beim Atmen werden die luftgetragenen Aerosole mit den anhaftenden Radon-Folgeprodukten hauptsächlich in den Bronchien der Lunge abgelagert. Sind Menschen langfristig und dauerhaft dieser Strahlung ausgesetzt, so können daraus beispielsweise erhöhte Risiken einer Erkrankung an Lungenkrebs resultieren.

Um die Menge des in den unterschiedlichen Gesteinseinheiten von Rheinland-Pfalz entstehenden Radons und die damit eventuell für den Menschen vorhandene Gesundheitsgefährdung abschätzen zu können, wurde im Jahr 2007 mit einer Langzeitstudie begonnen, die vorerst ihren Abschluss im Jahr 2012 haben wird. Sie beinhaltet neben Untersuchungen zu geeigneten Meßmethoden auch Gesteinsart-bezogene Übersichtsmessungen.
Auf Grundlage dieser Studie entstand eine Karte von Rheinland-Pfalz, auf der für weite Bereiche der Landesfläche die Menge des geogen (natürlich) entstehenden Radons prognostiziert wird (Radonprognosekarte). Sie kann ab sofort zusammen mit textlichen Erläuterungen und Handlungsempfehlungen auf der Homepage des LGB eingesehen werden.

Die Radonprognosekarte wird jeweils nach eingehenden neuen Messergebnissen aktualisiert werden.