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Wärmequellenanlagen

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Erdwärme lässt sich anhand verschiedener Systeme zum Heizen und ggf. zum Kühlen von Gebäuden nutzen. Die gängigsten Systeme sind Erdwärmesonden, die Nutzung von Grundwasser über Förder- und Schluckbrunnen sowie Erdwärmekollektoren.

Erdwärmesonden (Einbau von mit Wärmeträgerflüssigkeit gefüllten Kunststoffrohrschleifen in vertikale Bohrungen und anschließender vollständiger abdichtender Verfüllung des Hohlraumes zwischen den Rohren und der Bohrlochwand) erfordern grundsätzlich keine besonderen Untergrundeigenschaften. Die für die Wärmebereitstellung erforderliche Sondenlänge und damit Bohrtiefe/Anzahl der Bohrungen ist von dem benötigten Wärmebedarf (Wärmebedarfsermittlung) und dem Wärmepotenzial des Untergrundes (spezifische Wärmeentzugsleistungen der anstehenden Gesteinsschichten, Wassergehalt und Wasserwegsamkeit) abhängig. Informationen zu dem wasserrechtlichen und bergrechtlichen Genehmigungsverfahren finden Sie unter der Rubrik Genehmigungsverfahren. Anhaltspunkte für die Dimensionierung (Wärmeleitfähigkeiten und Wärmeentzugsleistung) lässt sich aus der Karte "Wärmeleitfähigkeiten und Wärmeentzugsleistungen für Erdwärmesonden" entnehmen.


Wasser-Wasser-Wärmepumpen erschließen über Förderbrunnen Grundwasser, welches nach dem Wärmeentzug über Schluckbrunnen wieder dem Grundwasserleiter zugeführt wird. Notwendig sind geeignete hydrogeologische Verhältnisse, welche vorab durch hydraulische Tests sowie durch hydrochemische Analysen untersucht werden sollten.


Erdwärmekollektoren, d.h. oberflächennah und horizontal verlegte Sondensysteme, benötigen eine ausreichende Fläche (als Faustregel gilt: Doppelte Fläche der zu beheizenden Fläche). Wo diese vorhanden ist oder wo Erdwärmesonden aufgrund wasserrechtlicher Belange nicht genehmigungsfähig sind, können sie eine wirtschaftlich interessante Alternative zu den Vertikal-Erdwärmesondenanlagen darstellen.

Genehmigungsverfahren für Erdwärmesonden

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Erdwärmesonden bedürfen grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis. Im Einzelfall ist ein bergrechtlicher Betriebsplan zu erstellen und/oder eine bergrechtliche Bewilligung notwendig.

Wasserhaushaltsgesetz, Landeswassergesetz

Jede Erdwärmesondenbohrung bedarf nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie dem Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (LWG) einer wasserrechtlichen Erlaubnis. Diese werden durch die unteren Wasserbehörden der Kreise und kreisfreien Städte erteilt. Sie entscheiden, ob eine wasserrechtliche Erlaubnis erteilt wird und welche Auflagen einzuhalten sind. Das Genehmigungsverfahren ist im Leitfaden „Nutzung von oberflächennaher Energie mit Erdwärmesonden“ geregelt.

Bundesberggesetz

Erfolgt die Erschließung und Nutzung von Erdwärme durch eine Erdwärmesondenanlage auf einzelnen oder auch benachbarten Grundstücken nicht nur aus Anlass oder in Zusammenhang mit dessen baulichen oder sonstigen städtebaulichen Nutzungen (§ 4 Abs. 2 Satz 1 BBergG), so ist für das Projekt eine Zulassung durch das LGB nach §§ 6 ff und §§ 51 ff BBergG erforderlich. Nach §127 Abs. 1 Satz 2 BBergG kann eine Erdwärmesondenbohrung mit einer Teufe von mehr als 100 m in Ausnahmefällen betriebsplanpflichtig sein. Die Betriebsplanpflicht wird durch das LGB dann festgestellt, wenn der Schutz Beschäftigter oder Dritter (u.a. Arbeitsschutz, Immissionsschutz) oder die besonderen Merkmale eines Erdwärmesondenprojektes (z.B. Bohrtiefe, maschinelle Ausrüstung) die Aufstellung eines bergrechtlichen Betriebsplanes nach §§ 51 ff BBergG erfordern.

Lagerstättengesetz

Nach § 4 des Gesetzes über die Durchforschung des Reichsgebietes nach nutzbaren Lagerstätten (Lagerstättengesetz) sind Bohrungen vom Bohrunternehmen spätestens zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten dem LGB anzuzeigen  (Vordruck als PDF).
Nach Abschluss der Bohrung ist das Bohrergebnis dem LGB mitzuteilen.

Ansprechpartner
  • Geologierat

  • Storz, Roman

  • 06131 / 9254 - 310
  • E-Mail
Wärmeleitfähigkeitsmessungen

Das LGB führt selbst Messungen von geothermischen Parametern (Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität sowie Temperaturleitfähigkeit) durch. Hierzu stehen ein Thermoscanner sowie eine Messapparatur mit Sonden zur Verfügung.