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Einblick in das Mayener Grubenfeld

Einblick in das Mayener Grubenfeld © LGB-RLP.de

Innenansicht der Eingangshalle des „Bierkeller“ im Mayener Grubenfeld (Foto NABU).

Innenansicht der Eingangshalle des „Bierkeller“ im Mayener Grubenfeld (Foto NABU). © LGB-RLP.de

Herstellung eines Unterstützungsbauwerkes aus bewehrtem Beton rings um zwei geschädigte Basaltsäulen.

Herstellung eines Unterstützungsbauwerkes aus bewehrtem Beton rings um zwei geschädigte Basaltsäulen. © LGB-RLP.de

Unter den Vorgaben, dass die Spalten als Lebensraum für Fledermäuse sowie das Erscheinungsbild nach Möglichkeit weitestgehend erhalten bleiben sollte und jede Art von Sicherung erschütterungsarm vorzunehmen ist, konnten konventionelle Sicherungsmethoden, wie z.B. Felsanker oder eine rückvernagelte Spritzbetonschale, nicht ausgeführt werden. Stattdessen wurden bei den Arbeiten im Sommer bis Herbst 2008 Unterstützungsbauwerke aus Ortbeton hergestellt und vorhandene Risse und Spalten wurden mit einem Zwei-Komponenten-Epoxidharz (Typ Denepox 40) verklebt. Speziell die flächige Verklebung offener Klüfte und Risse mit Epoxidharz-Kleber stellt ein innovatives Sicherungsverfahren dar, dessen Einsatzmöglichkeiten und Erfolg durch Prüfungen vor Ort und im felsmechanischen Labor des LGB untersucht wurden. Das Harz wurde soweit möglich mit Quarzsand gemischt. Da das Harz beim Injizieren sehr flüssig war, wurde vorab die Oberfläche mit Bauschaum abgedichtet. Nach dem Erhärten wurde der Schaum entfernt.
Da die Hohlräume vorwiegend im Winterhalbjahr von den Fledermäusen genutzt werden, wurden die Sicherungsarbeiten auf das Sommerhalbjahr beschränkt. Die von den Sicherungsarbeiten betroffenen Spalten wurden unmittelbar vor Bauausführung von Seiten des NABU auf vorhandene Fledermäuse kontrolliert.

Im Bereich des Portals und der oberhalb hiervon gelegenen Böschung wurde nach Abschluss der Verklebung bzw. Herstellung des Unterstützungsbauwerkes aus Ortbeton die Felsoberfläche zum Teil noch dünnschalig mit Spritzbeton vergütet. Ziel war es auch, in etwa eine Bogenform herzustellen, damit die vorhandenen Lasten entsprechend einem Gewölbe abgetragen werden können.
Im Sommer und Herbst 2009 wurden die Baumaßnahmen im Bierkeller fortgeführt. In der Eingangshalle wurde die Firste mit Hilfe eines Hubsteigers überprüft und bei Hinweis auf Instabilitäten sind vorhandene Klüfte und Spalte mit dem Epoxidharz-Quarzsand- Gemisch verklebt worden. Weiter wurde im Zentrum der Eingangshalle zur Stützung der Firste am Rand eines Schachtes die Herstellung einer Stahlstütze ausgeführt.

Eingangsportal zum Bierkeller nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen.

Eingangsportal zum Bierkeller nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen. © LGB-RLP.de

Projektstatus

in Bearbeitung

Ansprechpartner
  • Geologiedirektor

  • Wehinger, Ansgar

  • 06131 / 9254 - 367
  • E-Mail
  • Oberbergrat

  • Sanders, Klaus

  • 06131 / 9254 - 264
  • E-Mail
Schacht im Mayener Grubenfeld.

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