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Lage des Kartenausschnitts der Hangstabilitätskarte des linksrheinischen Mainzer Beckens

Lage des Kartenausschnitts der Hangstabilitätskarte des linksrheinischen Mainzer Beckens © LGB-RLP.de

Die Hangstabilitätskarte des linksrheinischen Mainzer Beckens wurde erstmals von Krauter & Steingötter 1983 erstellt. In ihr sind im Maßstab 1 : 50 000 von Hangbewegungen betroffene bzw. gefährdete Gebiete dargestellt worden.

In der vorliegenden 2. Auflage konnten gegenüber der 1. Auflage weitere kritische Hangbereiche identifiziert werden, unter Zuhilfenahme aktueller amtlicher Geologischer Karten 1 : 25 000, Hinzuziehung von unveröffentlichten Kartierergebnissen und neuerer ingenieurgeologischer Gutachten und Stellungnahmen aus dem Archiv des Landesamtes für Geologie und Bergbau sowie von Diplomarbeiten des Fachbereiches Geologie der Universität Mainz. Durch detaillierte Geländebegehungen wurden die Rutschungsareale teilweise neu abgegrenzt sowie anhand morphologischer Kriterien in die zwei Kategorien "nachgewiesene Rutschgebiete" und "vermutete Rutschgebiete" eingeteilt.

Geologisch baut sich das Mainzer Becken im wesentlichen aus den sedimentären Ablagerungen des Tertiär auf, die sich in die liegenden schluffig-mergeligen Schichten des Oligozän und die darüber folgenden kalkigen miozänen Sedimente unterteilen lassen.

Die Rutschungen treten in den sandigen Tonmergeln des Oligozän auf. Besonders betroffen sind die Schichten des Schleichsands und der Süßwasserschichten, untergeordnet auch die Ablagerungen der Cyrenenmergel. Diese Schichtpakete bauen häufig die durchschnittlich mit 4 - 15° geneigten, flachen Hänge auf und können selbst bei geringsten Hangneigungen noch Kriechbewegungen zeigen. Typisch sind wellenartige Verformungen im Hang, Vernässungsstellen und verkippte Rebstöcke, die auf anhaltende Kriechbewegungen schließen lassen. Die Gleitflächen können bis in Tiefen von etwa 20 m reichen, meist handelt es sich jedoch um relativ flache, ausgedehnte Rutschungen von 2 - 5 m Mächtigkeit.

Projektstatus

abgeschlossen

Ansprechpartner
  • Obergeologierat

  • Rogall, Dr. Michael

  • 06131 / 9254 - 344
  • E-Mail
Projektveröffentlichung
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