Einführung

Bei De Meern (Niederlande) wurden mehrere römische Schiffswracks archäologisch geborgen. Teil des Schiffsfundes von De Meern 1 ist eine römische Handmühle aus Basaltlava. Da in der nah zum Rhein gelegenen Osteifel römische Basaltlava- Steinbrüche nachgewiesen sind, liegt die Vermutung nahe, dass die Mühlsteine von dort stammen. Um dies wissenschaftlich abzusichern, wurde das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB) vom Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte des Römisch Germanischen Zentralmuseums, Mainz/Mayen (RGZM) um Untersuchung des Mühlsteinmaterials gebeten. Zur Herkunftsbestimmung wurde aus dem Ober- und Unterstein jeweils eine Kernprobe entnommen und folgende Untersuchungen im Labor des LGB durchgeführt:

  • Dünnschliffe zur quantitativen Mineralbestimmung
  • Geochemische Untersuchung mit der Röntgenfluoreszensanalyse (RFA)
  • Mineralphasenbestimmung mit der Röntgendiffraktometrie (XRD)

Die Ergebnisse der Mühlsteinproben wurden mit den Ergebnissen verschiedener Basaltlavavorkommen der Osteifel verglichen. Im Einzelfall handelt es sich um die Lavaströme des Bellbergs (Mayen, Ettringen, Kottenheim), von Niedermendig und das Vorkommen Hohe Buche bei Namedy, die alle aus dem Pleistozän (Altquartär) stammen.

Zuordnung der Mühlstein- proben (35905/35906) und Basaltlava-Proben der Ost- eifel im STRECKEISEN- und TAS-Diagramm.

Projektstatus

abgeschlossen

Ansprechpartner
  • Geologiedirektor

  • Wehinger, Ansgar

  • 06131 / 9254 - 367
  • E-Mail
  • Obergeologierat

  • Greller, Michael

  • 06131 / 9254 - 206
  • E-Mail