Direkt zur Navigation springenDirekt zum Inhalt springen
Schrift: größer  |  kleiner  |  Seite drucken
erweiterte Suche
Logo: LGB Rheinland-Pfalz
  • .1: AKTUELLES
  • .2: ABTEILUNGEN
  • .3: PROJEKTE
    • 3.1: hydrogeologie
    • 3.2: geotechnik
    • 3.3: boden
      • 3.3.1: bfd5l-methoden
      • 3.3.2: bfd200-methoden
        • 3.3.2.1: m55
        • 3.3.2.2: m54
        • 3.3.2.3: m53
        • 3.3.2.4: m31
        • 3.3.2.5: m30
        • 3.3.2.6: m28
        • 3.3.2.7: m27
      • 3.3.3: bodenschätzung
      • 3.3.4: bodenphysikalische kennwerte
      • 3.3.5: forst
      • 3.3.6: geomorphographie
      • 3.3.7: musterstücke
      • 3.3.8: schutzw. böden
      • 3.3.9: stein und wein
      • 3.3.10: weinbergsböden
    • 3.4: geochemie
    • 3.5: geotourismus
  • .4: PRODUKTE
  • .5: GEOTHERMIE
  • .6: ERDBEBEN
  • .7: ONLINE-KARTEN
  • .8: LANDESAMT
  • .9: SERVICE
  • kontakt
  • impressum
  • datenschutz
  • sitemap
  • anfahrt
  • suche
  • www.rlp.de
  • www.infogeo.de
Banner
Projekte  >  Boden  >  BFD200-Methoden  >  m55

Ertragspotenzial des Bodens

Methoden-ID 55
Bearbeiter Dr. Klaus Friedrich, Dr. Thomas Vorderbrügge
Ansprechpartner Dr. Ulrich Dehner, Michael Goldschmitt
Eingangsdaten

nutzbare Feldkapazität des duchwurzelbaren Bodenraums

potenzieller Grundwassereinfluss

Basenhaushalt

Erläuterung

Die Eignung eines Standortes für die Produktion von Biomasse wird durch die Faktoren Boden, Klima und Relief bestimmt. Das standortspezifische Ertragspotenzial beschreibt die Eigenschaften des Bodens, die - bei vertretbarem Aufwand in Hinblick auf Technik, Ökonomie und Ökologie - die Produktivität nachhaltig gewährleisteten.

Unabhägig von Form und Intensität der Bewirtschaftung kann das Ertragspotenzial durch die "nutzbare Feldkapazität im Hauptwurzelraum (nFKdB)" beschrieben werden.

Der potenzielle Grundwassereinfluss eines Standortes, der ebenfalls die Produktivität beeinflussen kann, wird aus den digitalen Bodenflächendaten abgeleitet. Dabei werden grundnasse bis stark grundnasse sowie sehr stark bis äußerst grundnasse Standorte zu je einer Klasse zusammengefasst und entsprechend gekennzeichnet.

Der Basenhaushalt hat für forstwirtschaftlich genutzte Kulturen eine besondere Bedeutung. Für Standorte, die aufgrund des Ausgangsgesteins der Bodenbildung durch einen ausgeglichenen Basenhaushalt gekennzeichnet sind, wird dies dargestellt.

Die Einstufung des Ertragspotenzials erfolgt nutzungsdifferenziert auf Basis der nFKdB sowie des potenziellen Grundwassereinflusses

 

Beschreibung

1. Einstufung der nutzbaren Feldkapazität des duchwurzelbaren Bodenraums

nFK im Hauptdurchwurzelungsbereich Bezeichnung der nFK-Stufe
0 - 50 sehr gering (1)
>50 - 90 gering (2)
>90 - 140 mittel (3)
>140 - 200 hoch (4)
>200 sehr hoch (5)

 

2. Einstufung des potenziellen Grundwassereinflusses

Grundnässestufe Grundwassereinflussstufe
G0 - G2 0
G3 - G4 1
G5 - G6 2

 

3. Einstufung der Basenversorgung

Carbonatgehalt im Oberboden Basenversorgungsstufe
C0 - C1 0
C2 - C6 1

 

4. Bildung der Grundstufen zum Ertragspotenzial

Das Ergebnis des Ertragspotenzials wird als 3-stellige Zahl ausgegeben. Die erste Ziffer repräsentiert die nFKdB-Stufe, die zweite die Einstufung des Grundwassereinflusses, die dritte die Basenversorgung. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:

nFKdB-Stufe*100 + Grundwasser-Stufe*10 + Basenversorgungs-Stufe

Diese kombinierte Einstufung ermöglicht dem Nutzer ein erheblich breiteres Interpretationsspektrum des Themas gegenüber der unter 7. beschriebenen Klassifikation in 9 Stufen.

 

5. Einstufungstabelle Grundstufe - Klasse

Die Darstellung und Abgabe der Daten erfolgt in den unter 4. beschriebenen Grundstufen und in der unter 6. und 7. beschriebenen Klassifizierung:

Grundstufe, ermittelt nach 4. Bedeckung / Nutzung Klasse
100 1 10
100 2 10
100 3 10
101 1 10
101 2 10
101 3 10
110 1 20
110 2 25
110 3 20
111 1 20
111 2 25
111 3 20
120 1 10
120 2 20
120 3 10
121 1 10
121 2 20
121 3 10
200 1 20
200 2 20
200 3 20
201 1 20
201 2 20
201 3 20
210 1 25
210 2 35
210 3 25
211 1 25
211 2 35
211 3 25
220 1 10
220 2 25
220 3 10
221 1 10
221 2 25
221 3 10
300 1 30
300 2 30
300 3 30
301 1 30
301 2 30
301 3 30
310 1 35
310 2 40
310 3 35
311 1 35
311 2 40
311 3 35
320 1 20
320 2 25
320 3 25
321 1 20
321 2 25
321 3 25
400 1 40
400 2 40
400 3 40
401 1 40
401 2 40
401 3 40
410 1 45
410 2 45
410 3 45
411 1 45
411 2 45
411 3 45
420 1 20
420 2 30
420 3 30
421 1 20
421 2 30
421 3 30
500 1 50
500 2 50
500 3 50
501 1 50
501 2 50
501 3 50
510 1 50
510 2 50
510 3 50
511 1 50
511 2 50
511 3 50
520 1 20
520 2 30
520 3 30
521 1 20
521 2 30
521 3 30

 

Einstufung Bodenbedeckung/-nutzung

ID Bodenbedeckung/-nutzung
1 Acker
2 Grünland
3 Wald

 

6. Klassifizierung des Ertragspotenzials von Böden (nach Bodennutzung)

nutzbare Feldkapazität im Hauptwurzelraum Bedeckung Nutzung Ertragspotenzial in Abhängigkeit des potenziellen Grundwassereinflusses Grundwassereinflussstufe
  0 1 2
sehr gering

Acker

Grünland

Wald

10

10

10

20

25

20

10

20

10

gering

Acker

Grünland

Wald

20

20

20

25

35

25

10

25

20

mittel

Acker

Grünland

Wald

30

30

30

30

30

35

20

25

25

hoch

Acker

Grünland

Wald

40

40

40

45

45

45

20

30

30

sehr hoch

Acker

Grünland

Wald

50

50

50

50

50

50

20

30

30

 

7. Einstufung des Ertragspotenzials von Böden

Klasse Ertragspotential des Bodens
10 sehr gering
15 sehr gering bis gering
25 gering
25 gering bis mittel
30 mittel
35 mittel bis hoch
45 hoch
45 hoch bis sehr hoch
50 sehr hoch
Quellen

AG Boden (1982): Bodenkundliche Kartieranleitung. 3. Auflage; Hannover.

AG Boden (1994): Bodenkundliche Kartieranleitung. 4. Auflage; Hannover.

HLUG (2003): Kennwerttabellen Boden

HLUG (2002): Erfassungsstandard Boden