Untersuchung von Schwermetallgehalten in Böden im Gebiet des ehemaligen Quecksilber-Bergbaus am Stahlberg bei Rockenhausen (Pfalz)
Am Stahlberg bei Rockenhausen wurden seit dem Mittelalter in zahlreichen Gruben Quecksilbererze (vorwiegend Zinnober, HgS) gewonnen. Die hydrothermal gebildeten Erze wurden sowohl gangförmig als auch fein verteilt in Sedimentgesteinen ausgefällt. Zusammen mit dem Quecksilber sind hier auch in geringerer Menge zahlreiche andere Metalle wie z. B. Arsen (As) oder Antimon (Sb) angereichert. Im Rahmen eines in den Jahren 1994/1995 durchgeführten Forschungsprogramms wurden im Bereich von Hausgärten und Ackerland umfangreiche Untersuchungen zur Hg - As - Sb - Anreicherung in Böden und Pflanzen durchgeführt. In diesem Projekt sollen nun Böden in geogen und/oder anthropogen kontaminierten Waldgebieten untersucht werden. Diese Standorte wurden bei dem o.g. Projekt nicht berücksichtigt.
Im Rahmen dieser Arbeit werden Bodenproben aus unterschiedlichen Tiefenbereichen entnommen und auf bodenphysikalische und -chemische Parameter analysiert, u.a. auf Korngrößenverteilungen, pH-Werte, Carbonatgehalte, Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte. Vor allem zielt die Untersuchung auf die Gehalte und Verteilung von As, Cd, Cr, Cu, Hg, Ni, Pb, Zn, Sb in den verschiedenen Bodenbereichen. Die dabei gewonnenen Ergebnisse sollen Hinweise auf wichtige bodenchemische und -physikalische Eigenschaften in Zusammenhang mit der Mobilität und Verteilung der Schwermetalle in Böden über geogenen Anreicherungen bzw. unter anthropogenen Ablagerungen (Halden) geben. Sie werden dadurch Grundlage für weitergehende geobotanische Untersuchungen am Stahlberg sein.



