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Aktuelle Erdbeben an der Ochtendunger Störung (Osteifel)

Am 11.02. und 12.02.2019 ereigneten sich in der Nähe von Dieblich (Osteifel) zwei natürliche Erdbeben mit einer Magnitude nach Richter von 2,8 bzw. 2,6. Die Registrierung erfolgte mit dem Stationsnetz des im LGB angesiedelten Landeserdbebendienstes Rheinland-Pfalz. Die entsprechenden Messdaten können über folgenden LINK aufgerufen werden.

Die beiden Beben traten an der Ochtendunger Störung auf. Die Ochtendunger Störung stellt eine geologische Verwerfung dar, die das Neuwieder Becken nach Südwesten begrenzt. Sie beginnt südlich des Laacher See-Vulkans und reicht von Nord-West nach Süd-Ost bis über Kobern-Gondorf in den Hunsrück hinein. Die Ochtendunger Störung ist die seismisch aktivste Störungszone in Rheinland-Pfalz. Damit stellen die aktuellen Ereignisse tektonische Erdbeben dar. Die Bebentiefe wurde mit 5 km bzw. 6 km  festgestellt. Auch bedingt durch die vergleichsweise geringe Tiefe konnten die Beben im Umkreis von etwa 15 km verspürt werden. Meldungen über etwaige Schäden infolge der Erdbeben wurden dem LGB bisher nicht gemeldet. Sofern die Beben gespürt wurden, bitten wir alle Bürger und Bürgerinnen unseren Fragebogen zu den Auswirkungen unter folgendem LINK auszufüllen.

Im Bereich der Ochtendunger Störung werden vom Landeserdbebendienst immer wieder Beben mit Magnituden > 2,5 aufgezeichnet. Die aktuellen Beben reihen sich somit in eine Abfolge vergleichbarer Ereignisse ein.

Der Erdbebendienst des Landes Rheinland-Pfalz

Der Erdbebendienst beobachtet seit vielen Jahren die seismische Aktivitäten des Untergrundes im Land Rheinland-Pfalz und stellt diese Erkenntnisse auch zur Information der Bürgerinnen und Bürger online zur Verfügung.

Seit jeher steht die Osteifel im Zentrum der Beobachtungen, weil hier mit dem Ausbruch des Laacher Sees vor ca. 13.000 Jahren einer der jüngsten Vulkanausbrüche in Mitteleuropa nachweisbar ist.

In letzten Jahren hat der im LGB angesiedelte Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz in Abstimmung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau das seismische Messnetz kontinuierlich modernisiert und ausgebaut. Ziel ist eine verbesserte und detaillierte Beobachtung von seismischen Ereignissen sowie eine effizientere Auswertung durch den Einsatz moderner Technologien.

Die Erdbebendienste aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kooperieren seit dem 1.2.2011 in Form eines Verbundes „Erdbebendienst Südwest