Tiefe Geothermie zur Stromgewinnung und für Heizzwecke
Die hydrothermale Geothermie nutzt natürliche Heißwasser-Vorkommen aus geeigneten Reservoirgesteinen (z.B. Muschelkalk, Buntsandstein) und Störungszonen. Im nördlichen Teil des Oberrheingrabens wurden in Speyer, Offenbach an der Queich, Bellheim, Landau und Insheim Bohrungen zur Erzeugung von Strom und Heizwärme aus hydrothermalen Lagerstätten niedergebracht. Nach mehrjähriger Bau- und Planungsphase wurde Ende 2007 in Landau das erste Geothermiekraftwerk im Oberrheingraben in Betrieb genommen.
Beim Hot-Dry-Rock-Verfahren (HDR) wird in heißen, trockenen Tiefengesteinen über Tiefbohrungen durch die Erzeugung künstlicher Risse ein unterirdischer Wärmetauscher hergestellt. In beiden Fällen sind mindestens zwei Tiefbohrungen erforderlich (Dublette), über die das heiße Wasser gefördert und im geschlossenen Kreislauf nach dem Wärmeentzug als abgekühltes Wasser wieder in den Untergrund verpresst wird.
Planern und Entscheidungsträgern geothermischer Projekte steht eine durch den Personenkreis "Tiefe Geothermie" der staatlichen geologischen Dienste erstellte Arbeitshilfe zur Nutzung der geothermischen Energie aus dem tiefen Untergrund zur Verfügung. Einen Überblick über sämtliche in Bau und in Betrieb befindlichen tiefengeothermischen Projekte in Rheinland-Pfalz liefert die Tabelle zur geothermischen Nutzung.

