
Speicherpotenziale für Kohlendioxid in Rheinland-Pfalz
Zum Erreichen der Klimaziele für den Industriestandort Deutschland sind Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (CO2) in tiefen geologischen Gesteinsschichten unverzichtbar. Mit der Novellierung des Kohlendioxid-Speicherungs- und Transport-Gesetzes (KSpTG) wurde die Umsetzung von CO2-Speichervorhaben nun auch für kommerzielle Anwender geöffnet. Auf Grundlage der sogenannten Opt-in-Klausel können die Bundesländer entscheiden, ob die dauerhafte geologische Speicherung von CO2 auf ihrem Gebiet oder in Teilgebieten zugelassen wird. Eine solche Entscheidung setzt eine belastbare fachliche Grundlage voraus. Insbesondere bedarf es einer Charakterisierung der geologischen Großeinheiten durch die geologischen Dienste.
Rheinland-Pfalz ist ein bedeutender Standort für die Grundstoff-, Zement- und Kalkindustrie. In diesen Bereichen lassen sich auch in Zukunft nicht alle Treibhausgasemissionen vollständig vermeiden. Vor diesem Hintergrund stellt das Landesamt für Geologie und Bergbau in einer Kurzstudie den aktuellen Wissensstand zu möglichen CO2-Speichern im tiefen Untergrund von Rheinland-Pfalz vor. Die Studie untersucht ausgewählte Gesteinsschichten, die sich grundsätzlich für die Speicherung von CO2 eignen könnten. Für diese Bereiche wird erstmals abgeschätzt, welche CO2-Mengen dort theoretisch gespeichert werden könnten. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weiterführende Untersuchungen dienen, um bestehende Wissenslücken zu schließen und die Potenziale genauer zu bestimmen.
Wichtig ist: Die Kurzstudie stellt keine Bewertung im Sinne von § 5 KSpTG dar. Es handelt sich um ein überschlägiges Screening des geologischen Speicherpotenzials ohne belastbare Aussagen zur tatsächlichen Eignung, technischen Nutzbarkeit oder Langzeitsicherheit. Eine Bewertung der sicheren und dauerhaften Speicherbarkeit ist damit nicht verbunden.
Ansprechpartner
Schaefer, Dr. Frauke
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