Häufig gestellte Fragen zur Evaluierung des Landeserdbendienstes
Ziel der Begutachtung war es, die Leistungsfähigkeit des seismischen Messnetzes zu überprüfen und Empfehlungen für dessen Weiterentwicklung zu geben.
Das Messnetz ist gut aufgestellt, sollte aber in einigen Regionen erweitert werden, damit mehr Erdbeben exakt lokalisiert werden können.
Viele Erdbeben werden bereits registriert, können aber mangels ausreichender Netzabdeckung nicht genau verortet werden. Zusätzliche Stationen verbessern die Genauigkeit deutlich.
Windenergieanlagen erzeugen Schwingungen, die seismische Messungen stören können. Mit zunehmend leistungsstärkeren Anlagen nehmen diese Einflüsse zu.
Bis genaue Berechnungsmodelle verfügbar sind, werden daher seitens des Landesamtes für Geologie und Bergbau Schutzradien von 5 km als „Obligatorische Prüfbereiche“ um die Erdbebenmessstationen festgelegt. Der 5 km-Schutzradius kam bereits bisher zur Anwendung. Neu ist, dass der 3 km-Radius entfällt. Bei besonders wichtigen Stationen kommen weiterhin „Erweiterte Prüfbereiche“ mit einem Radius von 10 km zur Anwendung. So bleibt die zuverlässige Erdbebenüberwachung gewährleistet.
Der Landeserdbebendienst ist ein zentraler Bestandteil des Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz. Er dient dem Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur und überwacht natürliche sowie durch menschliche Aktivitäten ausgelöste Erdbeben.
Ansprechpartner
Schmidt, Bernd
- +49 6131 9254 340